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Über mich
Mein Name ist Rod Lekes. Ich bin 1095 n. Chr. in Bielefeld geboren und aufgewachsen. Nach meiner Schulausbildung habe ich in Hogwarts Populärkulturen studiert und am Institut für angewandte Freizeitforschung meinen Abschluss gemacht.
Nach dem Studium bin ich einige Jahre mit meinem Einhorn in Richtung Sonnenaufgang gewandert. Kurz hinter der Oker habe ich mich am schönsten Ort der Erde zwischen Harz und Heide niedergelassen und dort 1130 einen Ort gegründet und nach meinem Namen benannt. Etwas, was sich einige niedersächsische Kommunalpolitiker im 21. Jahrhundert ebenfalls wünschen werden. Seinerzeit hat es dann fast 100 Jahre gedauert, bis dieser Ort 1226 erstmalig urkundlich erwähnt wurde und mich unsterblich gemacht hat.
Ich habe lange Zeit nichts von mir gegeben. Aktiv wurde ich erst wieder im Jahr 2021, als ich für den damaligen Bettenrennenverein die Grafiken und Animationen (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Yh14eap8KZI&t=14813s) sowie den Flyer entworfen habe. Als Dank für mein Engagement wurde mein Name als Vorlage für den Vereinsnamen "Cultura Rotlekesbutle 1887 e. V." verwendet, was mich und meinen Humor nach der Umbenennung in Rötgesbüttel endlich wieder unsterblich macht.
Ich bin der Typ, der über alles lacht — meistens zuerst über sich selbst, weil das die günstigste Pointe ist. Morgens prüfe ich meine Moral wie andere Leute ihr E-Mail-Postfach: schnell, oberflächlich, schonungslos markiert. Mein Gewissen hat ein nervöses Lachen; mein Humor trägt Krawatte, aber nur, weil er nichts riskieren will — und weil er höflich bleiben möchte.
Ich sammle Skandale wie Briefmarken: je exotischer, desto besser, und klebe sie sorgsam in mein inneres Album der Empörung. Aber jede Marke hat eine Rückseite, auf der steht: kein Schaden, nur Aufklärung. Empathie habe ich in begrenzter Auflage — handgefertigt, bio, mit Ironie verziert. Wenn das Publikum lacht, zähle ich heimlich nach: Wie viele Fakten waren echt, wie viele nur hübsch verdreht? Die Statistik sagt: 47 % Wahrheit, 53 % Dramaturgie — und der Applaus rundet auf. Mein Ziel dabei ist simpel: nicht zerstören, sondern diskutieren; nicht verletzen, sondern wachrütteln.
Mein Arbeitsplatz ist ein Schreibtisch aus Sarkasmus; Post-its mit politischen Karikaturen kleben überall. Inspiration finde ich in der Ungereimtheit der Welt: Politik, die wie ein schlecht geschriebenes Drehbuch wirkt; Alltag, der sich selbst karikiert; Menschen, die ihre Widersprüche lauter verkaufen als Produkte. Ich benutze Spott als Lupe, nicht als Schlagstock — um Missstände sichtbar zu machen, damit wir sie gemeinsam besser reparieren können.
Ich habe eine Lieblingsfigur: den zynischen Optimisten — ich spiele ihn im Wechsel mit dem idealistischen Zyniker. Beide sind unbequem; beide tragen silberne Turnschuhe, weil die Flucht immer eingeplant ist. Beide glauben daran, dass Lachen Brücken baut, wenn man es mit Respekt und guter Absicht einsetzt.
Mein größter Traum? Dass ein Witz so scharf trifft, dass er als Anstoß für Veränderung taugt — natürlich mit Fußnote, Satireparagraf und freundlichem Hinweis: Versuch’s besser. Wenn ich alt bin, werde ich meine besten Kolumnen an die Wand nageln und darüber lachen, wie sehr sich die Welt verbessert hat — vielleicht nur um zwei Prozent, aber immerhin in die richtige Richtung. Bis dahin: Ich lächle, kritisiere, überzeichne — nicht um zu verletzen, sondern um Türen aufzustoßen und, wenn möglich, ein bisschen Licht reinzulassen.